Welche Trapezplatten sind für Schneelast geeignet?
Bei Dachflächen in schneereichen Regionen ist die Frage nach geeigneten Trapezplatten besonders wichtig. Schnee bringt zusätzliches Gewicht auf das Dach, das sicher aufgenommen werden muss. Entscheidend ist dabei nicht nur das Material der Trapezplatten, sondern das gesamte Zusammenspiel aus Platte, Unterkonstruktion und Unterstützung.
Die folgenden Hinweise zeigen, welche Trapezplatten sich für Schneelast eignen und worauf bei der Planung besonders zu achten ist.
Schneelast und Tragfähigkeit von Trapezplatten
Die Tragfähigkeit einer Dachfläche ergibt sich immer aus dem Gesamtsystem. Dazu zählen die Trapezplatten selbst, die Unterkonstruktion sowie die Querunterstützungs- und Pfettenabstände.
Die Tabellen in unseren Verlegehinweisen sind für eine Traglast von bis zu 75 kg pro Quadratmeter ausgelegt. Diese Werte bilden die Grundlage für die empfohlenen Unterstützungsabstände.
Trapezplatten aus Ondex® bei höherer Schneelast
Ondex® Trapezplatten werden im Biaxial-Reckverfahren hergestellt und zeichnen sich durch eine hohe Formstabilität aus. Dadurch neigen sie auch bei Belastung weniger zu Durchbiegungen.
Für Dächer in schneereichen Regionen oder in exponierten Lagen sind Ondex® Trapezplatten besonders gut geeignet, sofern die Verlegung entsprechend der Vorgaben erfolgt.
Trapezplatten aus Sollux® bei moderater Schneelast
Sollux® Trapezplatten aus PVC sind für viele Standardanwendungen ausreichend dimensioniert. Bei moderater Schneelast funktionieren sie zuverlässig, wenn die Unterkonstruktion fachgerecht ausgeführt wird.
Auch hier gilt: Die Einhaltung der empfohlenen Unterstützungsabstände ist entscheidend für die Tragfähigkeit.
Querunterstützungsabstände bei Schneelast anpassen
Je größer die Abstände zwischen den Querunterstützungen, desto stärker werden die Trapezplatten bei Schneelast beansprucht.
Bei höheren Schneelasten oder in Regionen mit regelmäßigem Schneefall sollten die Querunterstützungsabstände enger gesetzt werden, als es die Tabellen für 75 kg pro Quadratmeter vorsehen. So wird die Last besser verteilt und Durchbiegungen werden reduziert.
Unterkonstruktion und Pfettenabstände
Auch die Pfettenabstände müssen an die zu erwartende Schneelast angepasst werden. Engere Abstände erhöhen die Tragfähigkeit des gesamten Systems und entlasten die Trapezplatten.
Die Unterkonstruktion sollte stabil, eben und fachgerecht montiert sein.
Dachneigung beeinflusst die Schneelast
Je steiler die Dachneigung, desto leichter kann Schnee abrutschen. In schneereichen Regionen empfiehlt es sich daher, neben der Plattenwahl auch eine ausreichend große Dachneigung einzuplanen.
Fazit: Schneelast immer realistisch bewerten
Unsere Verlegetabellen sind für eine Traglast von 75 kg pro Quadratmeter ausgelegt. Bei höheren Schneelasten müssen die Querunterstützungs- und Pfettenabstände entsprechend reduziert werden.
Für Dächer mit höherer Schneelast eignen sich Trapezplatten aus Ondex® besonders gut. Sollux® Trapezplatten sind bei moderater Schneelast eine bewährte Lösung – vorausgesetzt, das gesamte System wird korrekt ausgeführt.
Weitere häufige Fragen und praxisnahe Anleitungen findest Du im Überblick Trapezplatten Ratgeber.