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Wie bohrt man Trapezplatten richtig?

Beim Bohren von Trapezplatten werden häufig Fehler gemacht, die später zu Spannungsrissen, Undichtigkeiten oder Schäden an den Befestigungspunkten führen. Dabei ist das richtige Bohren entscheidend, damit sich die Platten bei Temperaturänderungen ausdehnen können und dauerhaft sicher befestigt bleiben.

Die folgenden Hinweise zeigen, wie Trapezplatten fachgerecht gebohrt werden und worauf Du in der Praxis achten solltest.

Warum richtiges Bohren bei Trapezplatten wichtig ist

Trapezplatten aus Kunststoff arbeiten bei Wärme und Kälte. Wird das Bohrloch zu klein ausgeführt oder sitzt die Schraube nicht mittig, entstehen Spannungen im Material. Diese machen sich oft erst nach einiger Zeit bemerkbar.

Richtig gebohrte Löcher geben der Platte das notwendige Spiel, ohne die Befestigung zu beeinträchtigen.

Geeignete Bohrer für Trapezplatten

Zum Bohren von Trapezplatten eignen sich Kegelbohrer oder Stufenbohrer besonders gut. Sie ermöglichen saubere Bohrlöcher ohne Ausbrüche und lassen sich exakt auf den benötigten Durchmesser einstellen.

Alternativ können auch herkömmliche Spiralbohrer verwendet werden, sofern sie scharf sind und ohne großen Druck geführt werden.

Bohrlochgröße richtig wählen

Die Bohrlöcher müssen mindestens 4 mm größer sein als der Schraubenschaftdurchmesser. Dieses Übermaß ist notwendig, damit sich die Trapezplatten bei Temperaturänderungen frei ausdehnen können.

Zu kleine Bohrlöcher gehören zu den häufigsten Ursachen für Spannungsrisse in Trapezplatten.

Position der Bohrlöcher

Die Bohrlöcher müssen immer mittig gesetzt werden, damit sich die Platte gleichmäßig in alle Richtungen bewegen kann. Sitzt die Schraube versetzt im Bohrloch, entstehen einseitige Spannungen.

Im Dachbereich werden die Bohrungen auf dem Trapezberg ausgeführt. Bei Wandverkleidungen werden die Bohrlöcher im Trapeztal gesetzt.

Trapezplatten beim Bohren unterstützen

Beim Bohren sollten Trapezplatten am Bohrpunkt von unten unterstützt werden. Dadurch werden Vibrationen vermieden und das Risiko von Rissen oder Ausbrüchen reduziert.

Ohne Unterstützung kann es insbesondere bei dünneren Platten zu Materialbeschädigungen kommen.

Schrauben nicht zu fest anziehen

Nach dem Bohren dürfen die Schrauben nur so weit angezogen werden, dass die Dichtscheibe sauber anliegt. Ein Überdrehen der Schrauben führt dazu, dass die Dichtung beschädigt wird und das Material unter Spannung gerät.

Die Platte muss sich unter der Schraube noch minimal bewegen können.

Typische Fehler beim Bohren von Trapezplatten

Häufige Fehler sind zu kleine Bohrlöcher, unsauber gesetzte Bohrungen oder das Bohren ohne ausreichende Unterstützung der Platte.

Auch das Bohren in Überlappungsbereichen oder das Anziehen der Schrauben mit zu hohem Drehmoment führt langfristig zu Problemen.

Fazit: Bohrlöcher sauber und spannungsfrei ausführen

Trapezplatten müssen mit ausreichend großen, sauber gesetzten Bohrlöchern befestigt werden. Mindestens 4 mm Übermaß, mittige Bohrungen und eine vorsichtige Verschraubung sorgen dafür, dass sich die Platten spannungsfrei ausdehnen können und dauerhaft sicher montiert bleiben.

Weitere häufige Fragen und praxisnahe Anleitungen findest Du im Überblick Trapezplatten Ratgeber.