Wellplatten richtig befestigen – Schrauben, Kalotten und Abstandhalter richtig einsetzen
Die richtige Befestigung von Wellplatten entscheidet darüber, ob eine Überdachung langfristig dicht, stabil und belastbar bleibt. Fehler bei Schrauben, Bohrlöchern oder Befestigungsabständen führen häufig zu Spannungsrissen, Undichtigkeiten oder beschädigten Dachplatten.
Je nach Material unterscheiden sich die Befestigungssysteme deutlich. Acrylglas, Polycarbonat und GFK Wellplatten werden anders montiert als PVC Wellplatten wie Sollux® oder Ondex®.
Wenn Du passende Wellplatten für Terrassendächer, Carports oder Überdachungen suchst, findest Du verschiedene Materialien und Profilformen für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Welche Schrauben werden für Wellplatten verwendet?
Für die Montage von Wellplatten werden normalerweise Edelstahlschrauben mit Dichtscheibe verwendet. Die Dichtung verhindert, dass Wasser über das Bohrloch in die Unterkonstruktion eindringt.
Im Dachbereich erfolgt die Verschraubung immer auf der Hochsicke der Platte. Dadurch bleibt der Wasserlauf frei und Regenwasser kann ungehindert ablaufen.
Bei Holz-Unterkonstruktionen kommen Holzschrauben zum Einsatz, bei Metall-Unterkonstruktionen spezielle Bohrschrauben.
Kalotten bei Acrylglas, Polycarbonat und GFK Wellplatten
Acrylglas, Polycarbonat und GFK Wellplatten werden normalerweise mit Aluminium Kalotten befestigt.
Kalotten verteilen den Druck der Schraube auf eine größere Fläche der Wellplatte. Dadurch wird verhindert, dass sich das Material rund um das Bohrloch verzieht oder Spannungsrisse entstehen.
Zusätzlich sorgen Kalotten für eine gleichmäßige Auflage der Dachplatten auf der Unterkonstruktion.
Abstandhalter bei PVC Wellplatten
PVC Wellplatten wie Sollux® oder Ondex® werden üblicherweise mit Abstandhaltern montiert.
Diese Abstandhalter verhindern, dass die Platte beim Verschrauben zusammengedrückt wird. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die Wellplatten sauber auf der Unterkonstruktion aufliegen.
Gerade bei weicheren PVC Materialien ist dieses Zubehör wichtig, um Verformungen der Dachplatten zu vermeiden.
Bohrlöcher bei Wellplatten richtig ausführen
Kunststoff Wellplatten dehnen sich bei Wärme aus. Deshalb dürfen Bohrlöcher niemals zu klein ausgeführt werden.
- Bohrloch etwa 4 mm größer als der Schraubendurchmesser
- Bohrung mittig auf der Hochsicke setzen
- Schrauben nicht zu fest anziehen
Nur so bleibt genügend Bewegungsraum für die Wärmeausdehnung der Dachplatten erhalten.
Befestigungspunkte bei Wellplatten
Die genaue Position der Schrauben hängt vom jeweiligen Profil ab. Nicht jede Welle wird verschraubt.
Bei vielen Profilen werden nur bestimmte Hochsicken befestigt, damit sich die Last gleichmäßig verteilt und die Platten ausreichend Bewegungsfreiheit behalten.
Wichtig ist außerdem, Schrauben niemals direkt im Wasserlauf oder in Überlappungsbereichen zu setzen.
Typische Fehler bei der Befestigung von Wellplatten
- Schrauben zu fest angezogen
- Bohrlöcher ohne Dehnungsspiel
- falsche Kalotten oder Abstandhalter verwendet
- Verschraubung im Wasserlaufbereich
- ungeeignete Unterkonstruktion
- fehlende Be und Entlüftung
Viele Schäden an Kunststoffplatten entstehen nicht durch das Material selbst, sondern durch Montagefehler.
Unterkonstruktion und Pfettenabstand beachten
Neben der Befestigung spielt auch die Unterkonstruktion eine wichtige Rolle für die Stabilität der Dachfläche.
Pfettenabstand, Dachneigung und Schneelast müssen immer auf Material und Profilhöhe abgestimmt werden.
Bei transparenten Wellplatten sollte die Oberseite der Unterkonstruktion weiß gestrichen oder mit Aluminium Klebeband abgeklebt werden. Dadurch wird die Wärmeentwicklung reduziert und Spannungen im Material werden minimiert.
Fazit – Wellplatten dauerhaft sicher befestigen
Eine fachgerechte Befestigung sorgt dafür, dass Wellplatten dauerhaft dicht und stabil bleiben. Entscheidend sind passende Schrauben, korrekt ausgeführte Bohrlöcher sowie die Verwendung von Kalotten oder Abstandhaltern passend zum jeweiligen Material.
Zusätzlich sollten Unterkonstruktion, Pfettenabstand und Dachneigung immer an die Belastung durch Wind, Regen und Schnee angepasst werden.
Weitere Ratgeber zu Wellplatten
Weitere Tipps zu Montage, Dachplanung und Materialwahl findest Du im großen Wellplatten Ratgeber.